Was darf ich selber machen?

Elektroinstallation am Haus – Was Darf ich selber machen?

Was Du bei deiner Elektroinstallation selber machen kannst und was Du dabei beachten musst!

Elektroinstallation, was darf ich selber machen?Jeder der mit Werkzeug umgehen kann möchte im eigenen Haus möglichst viel selber machen. Klingt auch logisch, schließlich kann man durch Eigenleistungen hohe Handwerkerkosten sparen. Wände tapezieren und streichen, einen Fußboden verlegen oder Wände für den Trockenbau stellen sind dabei keine besonders große Hürde, doch wie sieht es bei der Elektroinstallation aus? Was darf Ich hier selber machen?

Grundsätzlich gilt! Das Arbeiten an elektrischem Strom ist gefährlich und kann bei Berührung einer stromführenden Leitung im schlimmsten Fall auch zu einem lebensbedrohlichen Stromschlag führen. Darum wird auch dazu geraten, die Aufgaben an der elektrischen Anlage einem geeigneten Fachmann zu überlassen und nicht selber zu machen.

Darf ich Elektroinstallationen selber machen?

In Deutschland zählen Elektroinstallationen zu den meisterpflichtigen Gewerken. Das bedeutet, dass die Installationen an elektrischen Anlagen nur von einem ausgebildeten Fachmann vorgenommen werden dürfen, ggf. auch nur von einem Elektroinstallateur der im Installateurverzeichnis des Netzbetreibers eingetragen ist. Dies beschreibt auch die Niederspannungsanschlussverordnung, in der unter anderem folgendes geschrieben steht:

„Die Arbeiten dürfen außer durch den Netzbetreiber nur durch ein in ein Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragenes Installationsunternehmen durchgeführt werden; im Interesse des Anschlussnehmers darf der Netzbetreiber eine Eintragung in das Installateurverzeichnis nur von dem Nachweis einer ausreichenden fachlichen Qualifikation für die Durchführung der jeweiligen Arbeiten abhängig machen…“
§ 13 Niederspannungsanschlussverordnung

Das bedeutet im wesentlichen, dass die Installationen eigentlich nicht von einem Laien selbst durchgeführt werden dürfen. Allerdings gibt es für Dich als geübte Heimwerker dennoch viele Aufgaben die Du selber machen kannst, solange ein paar Grundregeln eingehalten werden.

Aufgaben im Neubau und Renovierung

Im Neubau oder bei einer Renovierung stehen sehr viele Installationsaufgaben an die durchaus vom Heimwerker selbst in die Hand genommen werden können. Vorausgesetzt man arbeitet im spannungsfreien Zustand, was im Neubau aber auch eigentlich generell die Regel ist. Ausserdem sollte man auf keinen Fall einfach blind drauflos installieren, sondern die anfallenden Aufgaben mit dem Fachmann absprechen und auch von ihm regelmäßig überwachen und prüfen lassen. Zu diesen Tätigkeiten zählen:

Diese Installationen nehmen über 60 Prozent der gesamten Arbeitszeit in Anspruch. Das hängt natürlich ganz vom Umfang der geplanten Anlage ab. Dabei handelt es sich um einfache Handwerksaufgaben, die keine besondere Erfahrungen oder Fähigkeiten voraussetzen. Wenn der Handwerker all diese Elektroinstallationen selber macht, kommt er bei einem Neubau letztendlich auf rund 200 Arbeitsstunden, die dem Auftraggeber in Rechnung gestellt werden. 

Wer selber machen will sollte auf jeden Fall darauf achten, dass die zu dem Errichtungszeitpunkt geltenden baulichen Normen, Vorschriften und Regeln des Elektrohandwerks eingehalten werden.


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Anschlüsse installieren oder wechseln

Wie bereits erwähnt ist das arbeiten an der elektrischen Anlage für den Laien eigentlich nicht erlaubt. Somit dürfte man als Heimwerker zwar eine Lampe aufhängen, jedoch aus rechtlichen Gründen, nicht anschließen. 

Doch lassen wir mal die Kirche im Dorf, denn mit etwas handwerklichem Geschick musst Du nicht sofort einen Fachmann anheuern um eine defekte Steckdose zu wechseln oder einen Lichtschalter anzuschließen. Wer ein paar Grundregeln und Sicherheitsvorschriften beachtet, dem dürften beim selber machen auch keine Fehler unterlaufen. 

Letztendlich handelt es sich dabei um einfache Steckverbindungen die vorgenommen werden müssen, die keine speziellen handwerklichen Anforderungen voraussetzen. Keine der eben genannten Aufgaben würden vom Netzbetreiber selbst oder einem anderen Institut geprüft werden und eine eventuelle Strafe, in Form von Bußgelder oder ähnlichem mit sich ziehen. Gleichzeitig sollte es natürlich das Ziel sein die anfallende Aufgaben ordnungsgemäß und fachgerecht umzusetzen und stets nach dem Grundsatz ausgeführt werden: Sicherheit geht vor!

Deshalb muss der Stromkreis an dem gearbeitet werden soll, immer zuerst spannungsfrei geschalten und dann zusätzlich mit einem geeigneten Spannungsprüfer auf Spannungsfreiheit geprüft werden. Zur Vermeidung von Stromunfällen bei Arbeiten an elektrischen Anlagen haben sich die 5 Sicherheitsregeln in vielen Ländern als festen Bestandteil im Elektrohandwerk etabliert.

Wer sich diese Installationen nicht zutraut, weil sie einem doch zu kompliziert scheinen, der sollte die Elektroinstallationen dem Fachmann überlassen und diese Aufgaben nicht selber machen. Schließlich sollte man sich in einem Punkt unbedingt im Klaren sein: Wenn durch eine falsche Installation ein Schaden verursacht wird, dann ist man dafür auch selbst verantwortlich und kann dafür auch haftbar gemacht werden. Dazu zählen beispielsweise gefährliche Stromschläge, Kurzschluss oder Kabelbrand durch Überlastung des Stromkreis. Wenn in solch einem Fall nachgewiesen wird, dass die Fehlinstallation für den Schadensfall verantwortlich ist, erlischt auch der Versicherungsschutz und bei Personenschäden kann das natürlich gravierende Folgen haben.

Wer dennoch als Heimwerker verschiedene Elektroarbeiten selbst machen möchte, der sollte die anfallenden Tätigkeiten unbedingt vorab mit einem Fachmann besprechen. Dieser kann dich mit seiner Erfahrung unterstützen und aufzeigen wie installiert wird und auf was dabei zu achten ist. Dann dürfte das selber machen der anstehenden Aufgaben auch keine besondere Herausforderung darstellen.

Der geeignete Elektro-Fachmann als Partner

Ob Du nun die Aufgaben komplett dem Profi überlassen oder doch diverse Aufgaben selbst ausführen willst, brauchst Du in beiden Fällen einen kompetenten Fachbetrieb. Schließlich soll die Anlage auch über die nächsten Jahre bestehen bleiben. Ein Qualitätsmerkmale sind sowohl das Gütesiegel für Elektrotechnik, dass von der Innung für Elektro- Informationstechnik vergeben wird, als auch die Mitgliedschaft des E-Check Verbund.

Für Selber-Macher empfiehlt es sich von vorn herein mit den jeweiligen Fachbetrieben offen über das Vorhaben der Eigenleistungen zu sprechen, damit dieser sich auch auf das Projekt einsprechend einstellen kann. Hier kann gemeinsam mit dem Fachmann abgesprochen werden, welche Aufgaben man selbst durchführen will und welche Bereich letztendlich der Profi übernimmt.

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